Teilprojekt 2

Nachhaltige Metallurgie

In diesem Teilprojekt wird untersucht, wie sich die Eigenschaften metallischer Werkstoffe gezielt über ihre Mikrostruktur einstellen lassen – und zwar ohne auf komplexe Legierungskonzepte mit kritischen Elementen wie seltenen Erden angewiesen zu sein. Solche Elemente verbessern zwar häufig bestimmte Materialeigenschaften, erschweren jedoch das Recycling und erhöhen ökologische wie geopolitische Abhängigkeiten.

Das Teilprojekt verfolgt daher den Ansatz, Werkstoffe mit reduzierter chemischer Komplexität zu entwickeln, deren Leistungsfähigkeit über die Mikrostruktur und die Prozessführung erreicht wird. Durch angepasste Prozessrouten und eine optimierte Grundzusammensetzung sollen Materialien entstehen, die sowohl funktional überzeugen als auch besser recycelbar sind.

  • Komplexe Legierungen mit seltenen Erden erschweren das Recycling und die Wiederverwertung.
  • Mikrostruktursteuerung bietet eine ressourcenschonende Alternative zur Eigenschaftseinstellung.
  • Ziel ist die Entwicklung leistungsfähiger Werkstoffe mit wenigen, leicht trennbaren Legierungselementen.
  • So wird die Recyclingfähigkeit erhöht und der Einsatz kritischer Elemente reduziert.

Use Cases des Teilprojekts

Use Case Stahl - Thema 1

  • Untersuchung des mehrfachen Metallrecyclings mit Fokus auf die Anreicherung unerwünschter Begleitelemente und deren Einfluss auf Verarbeitung und Werkstoffeigenschaften
  • Weiterentwicklung von Untersuchungsmethoden zur Bewertung von Hochtemperaturprozessen (z. B. Walzen) und Optimierung der Prozessführung in der Sekundärmetallurgie

 

Use Case Stahl - Thema 2

  • Einsatz von grünem Wasserstoff bei der Direktreduktion von Eisen (DRI) und der anschließenden Schmelzbehandlung im Elektrolichtbogenofen (EAF)
  • Erzeugung von grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse und Photovoltaik

 

Kontakt

Circular Saar
Gefördert vom Ministerium der Finanzen und für Wissenschaft des Saarlandes aus Mitteln des saarländischen Transformationsfonds.